Offener Brief an die BVG

Berlin, den 26. Oktober 2017

Werbung geht auch ohne Diskriminierung: Verantwortung übernehmen!

Wir sind Menschen, die in Berlin wohnen und Ihre Werbung täglich sehen müssen und sind über Ihre aktuelle Werbekampagne, insbesondere über folgendes Plakat, wütend.

Mit diesem Spruch werden Menschen schamlos mehrfach diskriminiert: rassistisch, trans*feindlich und sexistisch. Dass Ihre Werbung Menschen rassifiziert und aufgrund Ihres Alters, Aussehens, Geschlechts bzw. Gender-Identität beleidigt, haben wir bereits in den letzten Kampagnen beobachtet. Dadurch werden gesellschaftliche Machtverhältnisse ausgenutzt und bewusst reproduziert.

Als Unternehmen der öffentlichen Transportmittel mit Monopolstellung sollten Sie soziale Verantwortung übernehmen. Das bedeutet für uns, dass, wenn Sie Werbung machen wollen, diese den BVG-Nutzenden gegenüber respektvoll gestalten. Es ist nicht notwendig, öffentliche Räume mit provozierender und beleidigender Werbung zu gestalten.

Gerade, da die BVG keine konkurrierenden Unternehmen hat, sollte Verantwortung übernommen werden und keine provozierende und beleidigenden Sprachen und Bilder wie in diesem Beispiel benutzt werden.

Wir fordern, dass öffentlicher Raum mit diskriminierungsfreier Werbung gestaltet wird!

Wir fordern, dass Sie, statt Ihrer rassistischen Formulierung „Fahren ohne gültigen Fahrausweis“ oder ähnliche diskriminierungsfreie Formulierungen verwenden!

Wir fordern, dass die in die Werbekampagne investierten Gelder in die Senkung der Ticketpreise investiert wird!

Wir fordern, dass die bereits zahlreiche Kritik ernst genommen und umgesetzt wird!

 


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