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Uluslararası Konferans “Anma ve direniş“

5 Kasım 2016, Saat 11-20, Jugendkulturzentrum Pumpe Schöneberg, Lützowstr. 42, 10785 Berlin

11.30 – 13.30 Panel 1 “Bir Direniş Biçimi Olarak Anma”

Rosita Grönfors, Romskakvinnoforum, İsveç
2003’te kurulan uluslararası Roman Kadınlar Forum başkanı olan Rosita Grönfors, baskı, tehdit ve şiddete maruz kalan kadınlarla birlikte çalışıyor. 2013 yılında İsveç Polis kayıtlarında 4.000’den fazla Romanın olduğu açığa çıktı.

Farid, Urgence Notre Police Assassine, Fransa
„Urgence notre police assassine!“ Kolektifi (Yardım edin, bizim polisimiz öldürüyor!) polis tarafından haksız yere öldürülen insanların ailelerinin oluşturduğu bir ağ.

Hanım Tosun, Cumartesi Anneleri, Türkiye
1995 yılından bu yana Cumartesi Anneleri İstanbul’da toplanıyor ve kaybedilen oğullarını ve eşlerini anıp, onların nerede olduklarını soruyor. Hanım Tosun 1995 yılında gözaltında kaybedilen eşi için kaybolma ve unutmaya karşı yıllardır verdiği mücadeleyi anlatıyor.

Lân und Châu İnisiyatifi, Hamburg
1980’de Vietnam’dan Hamburg’a gelen (Boat People) ve 22 Ağustos 1980’de aşırı sağcılar tarafından çıkarılan yangında kaldıkları mülteci barınağında hayatını kaybeden Nguyễn Ngọc Châu ve Ðỗ Anh Lân anısına kuruldu. 2012 yılından bu yana kamusal anma ve hatırlamayı tekrardan mümkün kılmaya çalışan inisiyatif, NSU suçlarının açığa çıkmasından sonra 1980 saldırısından sağ kurtulanlar, arkadaşları ve aktivistlerin bir araya gelmesiyle oluştu.

Moderasyon: Anja Soon-Hyun Michaelsen, Medya ve Kültürel Çalışmalar, Ruhr Universitesi Bochum

15:00- 17:00 Workshop

Workshop 1 İbrahim Arslan ve Osman Taşköprü: Kurbanlar istatistik değil, yaşananların asıl tanığıdır

Workshop 2 Rosita Grönfors ve Kenana Emini (Roma Antidiscrimination Network ve Alle Bleiben!): Anma ve Hatırla(t)ma. Geçmişten öğren & Bugünden harekete geç

Workshop 3 Anja Soon-Hyun Michaelsen ve Lân und Châu İnisiyatifi: Politik çalışmalar içinde yas tutmanın olanak(sızlık)ları

Workshop 4 Urgence Notre Police Assasine & Kampagne für Opfer rassistischer Polizeigewalt (Irkçı polis şiddeti mağdurları için kampanya); Initiative Oury Jalloh: İki AB ülkesinde günlük yaşanan ırkçı polis şiddeti: Fransa ve Almanya

Workshop 5 Hanım Tosun, Cumartesi Annesi: Gerçeği Arayış

17.15-20.00 Panel 2 “Beş yıllık geçmiş, beş yıllık yalanlar: Anma ve Mücadele”

Osman Taşköprü, 2001 yılında NSU tarafından öldürülen Süleyman Taşköprü’nün kardeşi.

Abbas Doğan, Bündnis „Tag der Solidarität“ (Dayanışma Günü Birliği) Dortmund’da NSU örgütünce öldürülen Mehmet Kubaşık ve diğer kurbanları anmak için her yıl anma yürüyüşü düzenliyor.

İbrahim Arslan, Mölln 1992 yangını mağduru
23 Kasım 1992’de İbrahim evleri ateşe verildiğinde yedi yaşında bir çocuktu, hayatta kaldı ve şimdi o yetişkin bir erkek. Türkiye kökenli bir Alman, sağ şiddet mağduru olan İbrahim suskun kalmıyor ve taleplerini dile getiriyor.

Abdullah Özkan, Mağdur & Keupstraße ist überall İnisiyatifi
2004’te Köln Keupstrasse’de bir kuaförün önünde çivili bomba patladığında Abdullah Özkan kapıda duruyordu. Saldırı akşamı hastaneden çıkıp Keupstrasse’deki arabasını almaya geldiğinde polisler tarafından götürüldü ve yaklaşık yedi saat ifadesi alındı. Sadece bir defalığına mahsus kalmadı ve yedi yıl boyunca mağdurlar tıpkı bir suçlu muamelesi gördüler.

Moderasyon: Nuran Yiğit

Aktionswoche: Aktualisiertes Kurzprogramm

31.10., 18.00 Uhr, Video-Installationen in Gedenken an die vom NSU Ermordeten, U7 Wilmersdorferstraße, Ausgang Pestalozzistraße (hinter der Baustelle)

31.10., 18.00 Uhr (20 Uhr Finissage Party), Finissage Black Berlin Biennale 2.0 No Amnesty on Genocide Deutschland, Kunsthaus KuLe, Auguststraße 10

01.11.2016, 19.00 Uhr, CommUNITY gegen Rechts, Theater X, Wiclefstr. 32, Moabit

01.11, 21.00 Uhr, „Skandal über Skandal – NSU bis heute”, Kurzfilm, Berichte zum NSU-Prozess, Diskussion, mit Küfa, M29 (Malmöerstr. 29, Prenzlauer Berg)

02.11., 18.00 Uhr, Institutioneller Rassismus und Recht: Das Beispiel NSU-Komplex, Akademische Debatte mit Doris Liebscher, organisiert vom Berliner Institut für empirische Integrations- und Migrationsforschung (BIM), Institut für Sozialwissenschaften, Raum 002, Universitätsstr. 3b

03.11.2016, 10.30 Uhr, Aktion vor dem “Ersten Symposium zum Recht der Nachrichtendienste”, Vor dem Hotel Maritim pro Arte, Friedrichstr. 151, Mitte

03.11., 17.00 -19.00 Uhr, Video-Installationen in Gedenken an die vom NSU Ermordeten S-Bahnhof Friedrichstraße, Hinterausgang S-Bahnhof Friedrichstraße zwischen Tränenpalast und Friedrichstraße

03.11., 20.00 Uhr, Premiere des Stücks „Die NSU-Monologe“ auf Deutsch, Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Straße 141

04.11., 18.00 Uhr, Lesung mit Kemal Bozay, Özge Pınar Sarp: “Die haben gedacht, dass wir das waren. MigrantInnen über rechten Terror und Rassismus”, Omayra Kulturzentrum, Engeldamm 68, Kreuzberg

04.11., 19.00 Uhr, FHXB Friedrichshain-Kreuzberg Museum, Adalbertstraße 95a, Kreuzberg

04.11., Racial Profiling, genauere Informationen folgen

05.11., 20.00 Uhr, Premiere des Stücks „Die NSU-Monologe“ auf Türkisch, Heimathafen Neukölln, Karl-Marx-Straße 141

05.11., 11.00 – 20.00 Uhr, Aktionswochen-Konferenz, Jugendkulturzentrum Pumpe Schöneberg, Lützowstraße 42

06.11., 13.00 Uhr, Gedenkdemo, Karl-Marx-Str./Werbellinstr., Neukölln

06.11., 17.00 Uhr. Film- und Diskussionsabend, Kino Moviemento, Kottbusser Damm 22, Kreuzberg

08.11., 20.30 Uhr, Rechtsterrorismus in Berlin, Infoveranstaltung von NEA und AKA Vosifa, M29 (Malmörerstr. 29)

Aktionswoche: Zwei Zusatztermine, ein Ausfall

Die Gruppe Vosifa lädt im (erweiterten) Rahmen der Aktionswoche zu zwei Veranstaltungen in das M29, Prenzlauer Berg:

01.11 / 21.00 Uhr / Infoveranstaltung mit Küfa

Die Veranstaltung „Skandal über Skandal – NSU bis heute” wird am Anfang kurz die Aktionswoche vorstellen und
mit einer kleinen Filmsequenz das Thema Gedenken thematisieren und
anschließend mit einem Kurzfilm von NSU Watch das Thema des Prozesses in München einleiten.
Danach werden zwei Menschen, die den NSU Prozess Mitte Oktober vor Ort beobachtet haben, von ihren Eindrücken berichten.
Nach diesem Einblick wollen wir gemeinsam darüber reden – wie kann diese Thematik als Gruppe der Einzelperson bearbeitet werden.

M29 (Malmöerstr. 29)

08.11 / 20.30 Uhr / Rechtsterrorismus in Berlin / Infoveranstaltung von NEA und AKA Vosifa / M29 (Malmörerstr. 29)

Infos zum Veranstalter: http://vosifa.de

Die Veranstaltung des Bündnisses gegen Rassismus am 02.11. muss aus Kapazitätsgründen leider entfallen.

Aktionswoche Gedenken & Widerstand, 29.10. – 06.11.2016

History repeating

Der Gerichtsprozess zur NSU-Mordserie wird 2017 abgeschlossen. Anstatt die dringlichen Anliegen der Angehörigen und der Nebenklage ernst zu nehmen, die politische Bedeutung des NSU für die gesamte deutsche Justiz, den Verfassungsschutz und weitere Ermittlungsbehörden aufzuarbeiten, wurde im Prozess nur die Tatbeteiligung eines kleinen Neonazikreises verhandelt. Die Auffassung, der NSU sei eine kleine Neonazi-Terrorgruppe, kann die Dimension und Reichweite eines bundesweiten rechten Netzwerks, das bis in staatliche Institutionen hineinreicht, nicht erfassen. Unter diesen Umständen der Prozessführung ist Aufklärung kaum zu erwarten. Dennoch haben Angehörige der Opfer, Zeug_innen, Nebenkläger_innen und andere ihr Bestes gegeben, um das Ausmaß dieser Mordserie aufzuarbeiten und den strukturellen und institutionellen Rassismus deutlich zu machen. Wo der Staatsapparat aktiv versagt hat, haben sich Menschen zusammengeschlossen, um etwas zu bewegen und gegen dieses Unrecht zu kämpfen.

Wie geht es nach dem NSU-Prozess weiter? Angehörige und Communities von Opfern rassistischer Gewalt werden nach wie vor verdächtigt und kriminalisiert. Was können wir im Zuge des NSU- Skandals lernen? Der NSU hat sich als ein bundesweites rechtes Netzwerk enthüllt, das bis in staatliche Institutionen hineinreicht. Überall in Europa bekommen rechtsextreme Populist_innen, Nazis und Rassist_innen Zuspruch in den Medien, der Bevölkerung und der Politik. Wie geht es uns dabei? Welche Strategien haben wir gegen den Rechtsruck und Rassismus in Europa?

Wir vom Bündnis gegen Rassismus wollen anlässlich des fünften Jahrestags der sogenannten Selbstenttarnung des NSU eine Aktionswoche zwischen dem 29.10 und 06.11.2016 in Berlin durchführen. In der Aktionswoche werden an verschiedenen Orten in Berlin diverse Aktionen, Workshops und Interventionen im öffentlichen Raum stattfinden, wie etwa in Spätis, Cafés und Bibliotheken, auf Straßen und Plätzen und an anderen frequentierten Orten. Abschließen möchten wir die Aktionswoche mit einem ganztägigen Kongress am 05.11.2016, der eine Reihe von Panels, Workshops und Performances beinhalten wird, und mit einem Filmabend am 06.11.2016. Eine Gedenkdemonstration wird zur Zeit seitens anderer Gruppen geplant, mit denen wir ebenfalls vernetzt sind.

Thematischer Schwerpunkt der Aktionswoche ist Gedenken und Widerstand. Erinnern und öffentliches Trauern sind wichtige Formen des politischen Protests. Viele Initiativen wurden aus der Notwendigkeit heraus gebildet, Opfer rassistischer Gewalt nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, und um daran zu ermahnen, dass Aufklärung und Gerechtigkeit immer noch gefragt sind: Wie können wir Gedenken politisch wirksam gestalten? Wir gedenken im Rahmen der Aktionswoche der vom NSU Ermordeten und anderer Opfer rassistischer Gewalt. Wir möchten Erfahrungen mit institutionellem, strukturellem und Alltags-Rassismus sowie die Verschränkung verschiedener Diskriminierungsformen thematisieren, aber auch Widerstandsstrategien. Wir vergessen dabei niemals Mölln, Rostock-Lichtenhagen, Solingen und immer noch brennende Geflüchtetenunterkünfte in Deutschland und ganz Europa. Wir sehen, wie sich die Geschichte um rassistische Mobilisierung in der BRD immerzu wiederholt. Die Geschichte wiederholt sich – aber wir kämpfen gemeinsam weiter, um unsere Geschichte am Leben zu halten.

Bündnis gegen Rassismus